Ein Orchesterjubiläums-ABC // -O-

Das Staatsorchester Stuttgart feiert in dieser Spielzeit sein 425-jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums hat sich Konzertdramaturg Rafael Rennicke auf Spurensuche begeben – und ein ganz besonderes Panoptikum dieses Orchesters und seiner Geschichte(n) zusammengetragen, das wir pro Woche, in 26 Folgen, vorstellen werden. „Von brasilianischen Affen, Ping-Pong-Rhythmen und überweinten Instrumentisten – ein Orchesterjubiläums-ABC“ – heute Folge 15.


Operette:

Auch sie, die „Leichte Muse“, wurde vom Staatsorchester gepflegt, besonders dann, wenn die Theaterdirektion auf den finanziellen Erfolg zu achten hatte oder aber um die Menschen über die Alltagsrealität hinwegzutäuschen, wie im Ersten und Zweiten Weltkrieg der Fall: „Die Leute sind froh, wenn sie nach der angestrengten Tagesarbeit einmal etwas fernliegendes aufnehmen können, selbst wenn es ein lustiger Schwank oder eine Operette wäre“, meinte der Intendant Putlitz. Hofkapellmeister Max von Schillings war anderer Meinung und reichte unter anderem wegen der „O.-Frage“ 1918 seinen Stuttgarter Abschied ein.

von Rafael Rennicke


Beitragsbild: Eine Karikatur um das Jahr 1860. Gezeigt wird das Publikum im Pariser Théâtre des Bouffes-Parisiens, das Jacques Offenbach gründete. In diesem Theater erlebten zahlreiche Operetten Offenbachs ihre Uraufführung u.a. Orpheus in der Unterwelt.

Oper Stuttgart

Orpheus in der Unterwelt in der Regie von Armin Petras

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