Foyerstyle: Textile Geschichten

„Ich trage gerne Kleidung, die eine Geschichte hat. Wenn ich in die Oper gehe, möchte ich etwas Besonderes tragen ─ keine Jeans, aber trotzdem bequem. Die schwarze Hose ist zum Beispiel sehr elastisch, aber das Tuch, das darüber angebracht ist, umspielt die Hose sanft und zeichnet eine interessante Silhouette. Das Oberteil habe ich in Italien gekauft; mir hat der asymmetrische Schnitt daran gut gefallen.

Der pinke Hut bringt einen farbigen Akzent in die sonst schwarze Kombination. Die Kopfbedeckung trage ich vor allem im Sommer, um mich vor der Sonne zu schützen. Nicht sichtbar darunter ist das Tuch, das ich von meiner türkischen Freundin geschenkt bekommen habe. Traditionellerweise tragen das muslimische Frauen unter dem Schleier, damit er nicht verrutscht.

Die Besonderheit an meiner Handtasche ist das Material: ganz aus Reisverschluss ist sie hergestellt. Und passend dazu habe ich einen Geldbeutel, den mir meine Nichte aus Mexiko mitgebracht hat.“

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Foyerstyle: Der Modeblog der Oper Stuttgart

Es gibt keinen Dresscode für die Oper – Hauptsache, Sie fühlen sich wohl! Viele unserer Besucher machen sich trotzdem gerne schick für den Opernabend. Um zu zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, in der Oper »richtig« angezogen zu sein, haben wir den Opern-Modeblog »Foyerstyle« eingerichtet. Ausgewählt werden die portraitierten Zuschauerinnen und Zuschauer von Kostümexpertinnen und -experten der Staatstheater.

 

Expertin für diesen Beitrag: Ottavia Tröster

Ottavia Tröster hat in Florenz an der „Polimoda“ Modedesign studiert. Beim italienischen Modeunternehmen Trussardi sammelte sie erste praktische Erfahrungen in der Modebranche, bevor sie sich dem Theater zuwandte. Sie erhielt als Praktikantin Einblick in die Arbeit beim Bühnenservice Berlin im Bereich Kostüm und hospitierte an der Berliner Schaubühne. In Stuttgart war sie Kostümassistentin bei der Junge Oper-Produktion Benjamin.

„Am Theater liebe ich die Abwechslung! Es macht Spaß, mit all‘ diesen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzuarbeiten. Anders als in der „freien“ Mode, bestimmt hier das Inszenierungskonzept den Rahmen, indem man – kreativ und phantasievoll – individuelle Kostüme entwirft und entwickelt.“

3 thoughts on “Foyerstyle: Textile Geschichten

  1. Foyerstyle:
    ned geschimpft isch au g’lobt, sagt der Schwabe.
    Hier auch mal ein dickes Lob für diesen Blog- – interessant, anregend, ansprechend…
    freu mich jedesmal drauf und wurde bisher nicht enttäuscht, zumal es nicht oberflächlich ist, sondern Geschichten erzählt. .
    DANKE!

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