3 x Salome

Warum Sie Salome an der Oper Stuttgart nicht verpassen sollten?

  1. Kirill Serebrennikovs atemberaubend zeitgenössische Inszenierung über eine kaputte Familie in einer kaputten Welt wurde in der letzten Spielzeit von Publikum und Kritik gleichermaßen gefeiert. Sie ist „von einer handwerklichen Genauigkeit und Dichte nahe der Perfektion“ (Münchner Merkur) und „[…] so eindrucksvoll, wie man das kaum je gesehen hat.“ (Süddeutsche Zeitung).

 

  1. Simone Schneider als Salome hat eine sensationelle Figur geschaffen und präsentiert einen gewaltigen Stimmumfang, bewegende lyrische Töne und imponierende stimmliche Ausbrüche – alles gemeinsam lässt einem den Atem stocken.

 

  1. Mit der Oper Salome nach dem gleichnamigen Theaterstück von Oscar Wilde gelang Richard Strauss der Durchbruch: Seine Salome, eine der ersten Literaturopern, stieß das Tor zum 20. Jahrhundert weit auf. Die überhitzte Atmosphäre der Jahrhundertwende ist in der gleißend instrumentierten Partitur eingefangen: das unmögliche Verlangen der Königstochter Salome, das erotische Begehren des Königs Herodes, die verführerische Stimme des Propheten Jochanaan sind Chiffren einer Gesellschaft, die rauschhaft ihrem Untergang entgegen tanzt. In ihrer Entstehungszeit galt die Oper als sittenwidrig, heute als glänzendes Sittengemälde einer dekadenten Gesellschaft.

 


Salome

von Richard Strauss
in deutscher Sprache mit Übertiteln

Empfohlen ab 15 Jahren

Musikalische Leitung: Lothar Koenigs, Regie und Kostüme: Kirill Serebrennikov, Bühne: Pierre Jorge Gonzalez, Video: Ilya Shagalov, Licht: Reinhard Traub, Dramaturgie: Ann-Christine Mecke

Herodes: Gerhard Siegel, Herodias: Katarina Karnéus, Salome: Simone Schneider, Jochanaans Stimme: Simon Bailey, Jochanaans Körper: Yasin El Harrouk, Narraboth: Gergely Németi, Ein Page: Stine Marie Fischer, Idunnu Münch, 1. Jude: Torsten Hofmann, 2. Jude: Heinz Göhrig, 3. Jude: Kai Kluge, 4. Jude: Daniel Kluge, 5. Jude: Padraic Rowan, 1. Nazarener: David Steffens, 2. Nazarener: Dominic Große, 1. Soldat: Michael Nagl, 2. Soldat: Guillaume Antoine, Ein Kappadozier: Byung Gil Kim, Ein Sklave: Victoria Kunze, Mit: Staatsorchester Stuttgart

 


Auf dem Bild: Simone Schneider (Salome)
Foto: A. T. Schaefer

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