Gott des Tages//Mars

Gott des Tages.png
Mit der Auszeichnung „Gott des Tages“ honoriert Göttervater Jupiter täglich einen hervorragenden Mitarbeiter im Dienst der Ewigkeit – sich selbst nicht ausgenommen. Die Würdigung der Produktivität eines himmlischen Individuums stimuliert darüber hinaus das betriebliche Klima und ist mit drei goldenen Äpfeln dotiert.

Mars (Max Simonischek), der heutige Gott des Tages, im Gespräch mit Johanna Danhauser (Blogredaktion):

Was ist deine Aufgabe im Olymp?
Ich bin Mars, eigentlich will ich Krieg!
Aber mir ist langweilig, wäre lieber wie Bacchus

Interessierst du dich für Weltpolitik?
Naja, für mich als Kriegsgott läuft da unten eigentlich gerade alles nach meinem Gusto, ohne dass ich groß was dafür tun musste.
Die westlichen Staaten haben viele Jahrzehnte größtmöglichen Aufwand betrieben, sich im Orient als Feindbild zu etablieren. Nun bekommen sie die Antwort.
Es gibt viel Ungerechtigkeit, Hunger und Krieg auf Erden, die Waffenindustrie boomt und sobald ist keine Änderung in Sicht. Theoretisch alles prima.

Wie hältst du dich fit?
Matratzensport und Schwertkampf.

Welche Arbeitsmoral bringst du ein?
Allzeit bereit, immer bereit denn Arbeit ist das Feuer der Gestaltung.

Was hältst du an den betrieblichen Strukturen für verbesserungswürdig?
Ich glaube wir sollten unser System neu überdenken. Es ist ungerecht.
Der Einfluss auf das Erdgeschehen muss unter Göttern und Menschen gleich verteilt werden. Es darf kein Privateigentum an Macht mehr geben. Dieser sollte in eine Art communis übergehen und für alle gleichermaßen zugänglich sein.

In welchem Verhältnis stehst du zu deinen Kollegen, den anderen Göttern?
Es riecht nach Revolution. Halbgötter und Menschen vereinigt euch. Die Götter benutzen den Olymp als Machtwerkzeug beide zu unterdrücken. Ungerechte Besitzverhältnisse an Macht führt zwangsläufig zur Unterdrückung. Und das sage ich, als privilegierter Gott!

Welche Herausforderungen machen dein Amt reizvoll?
Die Revolution anzuzetteln. Wenn mir das gelingt, dann tausche ich mein „s“ gegen ein „x“ ein und werde zum Idol aller Revoluzzer!
Wenn nicht, geh ich zu Pluto in die Unterwelt.


Orpheus in der Unterwelt

Orphée aux Enfers

von Jacques Offenbach
in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Hans Christoph Bünger, Regie: Armin Petras, Bühne: Susanne Schuboth, Kostüme: Dinah Ehm, Choreografie: Berit Jentzsch, Video: Rebecca Riedel, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Malte Ubenauf

Orpheus: Daniel Kluge, Eurydike: Josefin Feiler, Die Öffentliche Meinung: Iris Vermillion, Stine Marie Fischer, Pluto: André Morsch, Styx: André Jung, Jupiter: Michael Ebbecke, Juno: Maria Theresa Ullrich, Venus: Esther Dierkes, Diana: Catriona Smith, Mars / Bacchus: Max Simonischek, Merkur: Heinz Göhrig, Cupido: Yuko Kakuta, Mit: Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart


Foto: Martin Sigmund
Auf dem Bild: Max Simonischek

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s