Studiostart//Michael Nagl

Die Herbststimmung im Theater passt zum Schulbeginn in Stuttgart: Inspiriert von den Urlaubserlebnissen, gespannt auf die neuen Projekte, mit gespitzen Bleistiften, kolophonierten Bögen und guten Vorsätzen für bevorstehenden Aufgaben. Nach den Sommerferien ist die Wiedersehensfreude unter den Kollegen und die Neugier auf die neuen Gesichter groß. Besonders freuen wir uns die jungen Sänger des Opernstudios 2016/17 willkommen zu heißen, die durch ihr erstklassiges Talent auf sich aufmerksam gemacht haben.

Wir sind gespannt dich kennen zu lernen, Michael Nagl!

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Auf dem Bild: Michael Nagl Foto: Martin Sigmund

Mein prägendstes Opernerlebnis war, als ich ein Straßenkind in Carmen an der Wiener Volksoper verkörpern durfte. Das war eine meiner ersten Berührungen mit der Oper. Das Erlebnis, wie sich die Freude des Publikums nach der Vorstellung im Applaus entlädt, die Energie auf der Bühne, das gemeinsame Musizieren und Spielen hat mich so sehr beeindruckt, dass ich später einen Beruf auf der Bühne ausüben wollte.
Musik mache ich schon ziemlich lange, seit ich fünf oder sechs Jahre alt bin. Zuerst habe ich mich am Klavier versucht, dann kam die Gitarre an die Reihe und nebenbei begann ich im Mozart Knabenchor Wien zu singen. Doch es hat nicht lange gedauert, bis ich zu der Erkenntnis kam, dass Gitarre spielen nicht ganz meins ist. Bis heute macht mir neben dem Gesang das Schlagzeugspielen am meisten Spaß. Damit habe ich im Alter von 14 Jahren begonnen.

Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Genauer gesagt in Leopoldau, einem Teil des 21. Wiener Gemeindebezirkes. Es ist wie ein Dorf in der Stadt, wo es regelmäßig Dorffeste, einen traditionellen Musikverein, ein Dorfgasthaus und eine Kirche in der Ortsmitte gibt.

Nach dem Matura (Abitur) habe ich nach intensiver Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung eine tolle Studienzeit auf der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien genossen. Mein Sängervorbild ist Bryn Terfel. Obwohl Bryn Terfel kein Bass ist, finde ich seine Gesangstechnik und sein Schauspiel, seine sichtbare Leidenschaft, die er in jede Rolle steckt, beeindruckend.

Jetzt freue ich mich auf das Kennenlernen mit den neuen Kollegen und die Aufführung auf der großen Bühne, besonders auf die Neuproduktionen Faust und Pique Dame, in denen ich mitwirken darf. Es ist beeindruckend, dass ich Rollen mitentwickeln darf, die vielleicht länger an diesem Haus gespielt werden, als ich dort beschäftigt bin. Es fühlt sich ein bisschen an, als wird man ein Teil dieser Geschichte. Außerdem bin ich gespannt darauf, das Stuttgarter Publikum kennenzulernen.

Mein erster Eindruck von Stuttgart ist sehr positiv. Ich war überrascht über die Mentalität der Stuttgarter. Anders als Wien, ist Stuttgart sehr leicht zu überblicken. Sehr schön finde ich den Schlosspark rund um die Oper, wo man gerne mal seine Mittagspause verbringt. Ich habe das Glück in einem sehr grünen Stadtteil zu wohnen, das erinnert mich an Wien.


Michael Nagl (Bass) ist in der Spielzeit 2016/17 in folgenden Produktionen zu erleben:

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