Studiostart//Padraic Rowan

Die Herbststimmung im Theater passt zum Schulbeginn in Stuttgart: Inspiriert von den Urlaubserlebnissen, gespannt auf die neuen Projekte, mit gespitzen Bleistiften, kolophonierten Bögen und guten Vorsätzen für bevorstehenden Aufgaben. Nach den Sommerferien ist die Wiedersehensfreude unter den Kollegen und die Neugier auf die neuen Gesichter groß. Besonders freuen wir uns die jungen Sänger des Opernstudios 2016/17 willkommen zu heißen, die durch ihr erstklassiges Talent auf sich aufmerksam gemacht haben.

Wir sind gespannt dich kennen zu lernen, Padraic Rowan!


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Padraic Rowan, Foto: Martin Sigmund

 

 

Was war bisher dein prägendstes Opernerlebnis?
Mein Auftritt in Billy Budd im Rahmen des Glyndebourne Opera Festival 2013. Diese unglaubliche „Kampfszene“, in der alle Beteiligten im unisono singen, vier Schlagwerker vom London Philharmonic Orchestra mit uns auf der Bühne, die Schiffsflagge hoch über unseren Köpfen. Es fühlte sich wirklich so an, als würden wir uns für eine Schlacht rüsten! Überwältigend.

Wie lange machst du schon Musik?
Von mütterlicher Seite ist meine Familie sehr musikalisch – ich bin umgeben von irischer Volksmusik aufgewachsen. Mit fünf habe ich mit dem Klavierunterricht begonnen, gesungen habe ich dann aber erst so mit 9 im Schulchor. Mit 15 habe ich die ersten Gesangsstunden an der Royal Irish Academy of Music genommen. Meinen ersten Studienabschluss machte ich in „Internationale Beziehungen“ und setzte dann einen Master in „Music Performance“ drauf, wieder am RIAM. Dort waren wir nur sechs Studierende im Jahrgang, eine sehr intensive Arbeitsatmosphäre.

Hast du dich schon im Opernhaus verlaufen?
Es sind so viele Korridore und Räume! Ich bin noch nicht wirklich verloren geganen…aber letzte Woche hatte ich ein völlig neues Erlebnis in der Maskenbildnerei. Ich dachte sie wollen dort nur Maße nehmen und dann war plötzlich mein ganzes Gesicht eingegipst, mitten im Alltag!

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Worauf freust du dich?
Ich kann’s kaum erwarten Masetto in Don Giovanni zu singen. Diese Rolle ist vor allem für mich als Opernstudiomitglied sehr aufregend, weil ich viel zu singen und zu spielen habe. Besonders freue ich mich auf die Neuproduktion Tod in Venedig, vor allem weil es eine Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett ist.

Woher kommst du?
Ich wurde in Birmingham, England, geboren. Meine Eltern sind Iren. Als ich neun wurde zogen wir nach County Meath, ein Vorort von Dublin.

Hast du ein Vorbild?
Es gibt viele Sänger zu denen ich aufsehe. Meine aktuelle Nummer 1 ist Luca Pisaroni. Er singt ein ähnliches Repertoire wie ich und mir gefällt sein Auftritt. Außerdem sind seine Opernhunde total süß!

Wie ist dein erster Eindruck von Stuttgart?
Mir gefällt’s! Ich wohne in der Nähe der Liederhalle, sodass ich zur Oper gehen kann. Zu jeder Tageszeit gehe ich gerne über den Schlossplatz und beobachte alles. Ich freue mich darauf mehr von Baden-Württemberg zu erkunden, wenn ich frei habe – vor allem den Schwarzwald. Ich bin schon gespannt auf den Winter, mit Weihnachtsmarkt hoffentlich auch Schnee. Was mir fehlt ist Dublins Nähe zur See. Aber mir schmeckt Weißbier besser als Guinness.

Was gibt dir neben dem Singen Energie?
Ich liebe das Reisen. Neue Orte, neue Kulturen, alleine schon Zugfahren oder Fliegen. Glücklicherweise ist im Sängerberuf das Reisen mit inbegriffen, so kann ich zwei meiner größten Leidenschaften auf einmal erfüllen.


Der Bassbariton Padraic Rowan ist in der Spielzeit 16/17 in folgenden Produktionienen zu sehen:

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