Europernmannschaft 4

Oper ist ein Teamsport: Alle Beteiligten müssen für eine erfolgreiche Vorstellung mit Kreativität, guter Technik und Leidenschaft zusammenspielen. Die Arbeit an den Würthembergischen Staatstheatern verbindet Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft. Im Zuge des heutigen Zusammentreffens der deutschen Nationalmannschaft mit dem slowakischem Team, stellt sich der Tänzer Roman Novitzky vor:

Beim Tippspiel, das wir innerhalb unserer Compagnie am Laufen haben, habe ich 2 – 1 für die Slowakei gesetzt. Es ist vielleicht ein wenig Wunschdenken dabei, aber es ist eine große Sache für mein Heimatland, dass wir zum ersten Mal bei der EM qualifiziert sind. Heute Abend tanze ich den Herodes in Salome und werde das Spiel deshalb in den Pausen im Theater verfolgen. Normalerweise sehe ich die Spiele mit meinen slowakischen Freunden in einem Restaurant – ich kann übrigens ganz schön emotional werden was Fußball angeht. Während der Eishockey-Weltmeisterschaft war ich in der Slowakei, da war eine fantastische Stimmung. Jetzt, zur Fußball EM, würde ich die Stimmung in Bratislava auch gerne erleben. Dann wird „Nech bože dá Nech bože dá/ Veď My na to máme“ gesungen, was übersetzt bedeutet: „Hilf uns Gott, damit wir gewinnen. Wir können es schaffen!“ – das ist aber nicht so fromm gemeint, wie es in der Übersetzung klingt.
Abgesehen der Slowakei ist das spanische Team ist mein Favorit, ich finde sie haben die beste Technik.

novitzky_romanAuch wenn Fußball und Tanz beides körperlich anstrengende Disziplinen sind und Teamgeist eine wichtige Rolle spielt, gibt es einen großen Unterschied: Das Ballett ist in erster Linie eine Kunstform, die Ästhetik steht im Vordergrund. Bei der Fußballindustrie, schieben sich auch häufig materielle Gründe vor den sportlichen Werten.

 


Roman Novitzky wurde in Bratislava, Slowakei, geboren. Dort erhielt er ab 1995 seine Ausbildung am Ballettkonservatorium Bratislava, die er 2003 abschloss. Er erhielt anschließend ein Engagement beim Ballett des Slowakischen Nationaltheaters, wo er die Position eines Solisten erreichte. Gastspiele führten ihn bereits nach Japan, Taiwan und Kanada.

In der Spielzeit 2009/10 wurde Roman Novitzky ins Corps de ballet des Stuttgarter Balletts aufgenommen. Zum Halbsolisten wurde er in der Spielzeit 2011/12 befördert, 2013/14 zum Solisten. Mit Beginn der Spielzeit 2015/16 wurde er zum Ersten Solisten befördert.

Im Rahmen von Noverre-Gesellschaft: Junge Choreographen“ schuf er seine erste eigene Choreographie im Mai 2012: Der Pas de deux The Hours wurde von Miriam Kacerova und dem Choreographen selbst uraufgeführt. Im Januar 2013 präsentierte er mit Are you as big as me? seine zweite Choreographie bei der Noverre-Gesellschaft, die so erfolgreich war, dass sie ins Repertoire des Stuttgarter Balletts übernommen wurde. 2014 folgte mit … wie zwei Finger an der Hand eine dritte Choreographie für die Noverre-Gesellschaft.

Darüber hinaus ist Roman Novitzky einer der offiziellen Fotografen des Stuttgarter Balletts. Zurzeit ist er als Herodes in Salome zu erleben.

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