Europernmannschaft 1

Oper ist ein Teamsport: Alle Beteiligten müssen für eine erfolgreiche Vorstellung mit Kreativität, guter Technik und Leidenschaft zusammenspielen. Die Arbeit an der Oper Stuttgart verbindet Menschen unterschiedlichster nationaler Herkunft. Im Zuge des heutigen Zusammentreffens der deutschen Nationalmannschaft mit dem Team der Ukraine, stellt sich unsere ukrainische Kollegin Viktoriia Vitrenko (Dirigentin und Sängerin) vor:

vitrenko_fotoIch bin kein großer Fussballfan, wenn jedoch die Ukraine auf der Weltbühne spielt, bin ich auch dabei zu jubeln, trommeln und pfeifen. Natürlich für die Ukraine :)

Fussball ist eine der wichtigsten und beliebtesten Sportarten in der Ukraine und repräsentiert das Land weltweit. Es gibt 14 große Fussballvereine sowie mehrere kleine in jeder Stadt. Auf allen fünf Stadions der Ukraine herrscht großer Andrang. Das es viele gute Fußballer bei uns gibt, weiß man auch in Deutschland bzw. beim FC Bayern, wo vier Jahre Anatolij Tymoschchuck am Mittelfeld mitgespielt hat, oder in FC Chelsea, wo Andrij Schevchenko einige Jahren gestürmt hat.

Ich finde man könnte mal eine Oper über Fußball schreiben! Da gibt es doch alles: Treue, Verwirrung, verletzte Gefühle (wäre auch eine schöne Aria buffa …), Gegner und Ritter (die Torwarts…). Man könnte sagen, es sind zu viele Männer auf dem Feld (Feld ist gleich Bühne), wo sind dann bloß die Frauen? Die Frauen könnte man dann als die gegnerische Mannschaft auf dem Feld platzieren, dann hätten wir sofort auch Intrige und vielleicht sogar eine Liebesgeschichte?… Und was wäre das für eine Grand Opéra ohne „Cantum Populus“? Dann nehmen wir doch die tausende Zuschauer als ein riesigen Chor und lassen sie das Spiel kommentieren. Was für einen tollen und bunten Vorstellungsabend wäre es dann!

Wenn wir die Ukraine als ein souveränes, kreatives und vielversprechendes Land bezeichnen wollen, denken die meisten Ukrainer vor allem an die nationalen Attributen unserer Heimat, die Nationalhymne „Noch ist die Ukraine nicht gestorben“ und das Gedicht „Testament“ von Taras Schevchenko, das alle Fußballer in ihrem Herzen tragen sollten.



Viktoriia Vitrenko leitet den Projektchor bei Alice im Wunderland. Sie ist Sängerin und Dirigentin. 2012 schloss sie ihr Studium in Dirigieren an der National Musikakademie der Ukraine bei Viktor Petrychenko ab. 2015 absolvierte sie ihren Bachelor in Chordirigieren bei Denis Rouger an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Seit 2014 studiert sie bei Angelika Luz und Georg Nigl im Masterstudiengang Neue Musik/Gesang. 2013/14 trat sie mit dem von ihr gegründeten und geleiteten Frauenvokalensemble “Making waves” (Ukraine) u.a. in Großbritannien, Norwegen, Frankreich, Mazedonien, Griechenland und Russland auf und errang zahlreiche Preise bei renommierten Wettbewerben wie „Florilege vocal de Tour” 2014 oder „Ohrid Choir Festival“ 2013. Im Musiktheater agierte sie als Sängerin in György Kurtágs Kafka-Fragmenten, womit sie 2015 einen Förderpreis beim „Wettbewerb für die Interpretation der Neuen Musik“ in Karlsruhe gewann. Im Kammermusikensemble sang und dirigierte sie in Luigi Nonos Quando stanno morendo und sang Florinda in Händels Rodrigo. Als Chordirigentin leitet sie im Rahmen des DIRIGENTENFORUMs den Philharmonischen Chor Berlin, den Chor der Deutschen Oper Berlin, den NDR Rundfunkchor sowie den Kammerchor Saarbrücken. Als musikalische Leiterin wirkte sie mit beim Festival „Sommer in Stuttgart” im Musiktheaterprojekt Honigland (2015). Dazu dirigiert sie das Kammerorchester Pforzheim, das Freiburger Barockorchester und das Concerto Tübingen. In dieser Spielzeit ist Viktoriia Vitrenko für die Choreinstudierung in Alice im Wunderland an der Jungen Oper Stuttgart verantwortlich.


Alice im Wunderland

Oper für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren
Stuttgarter Fassung

Musik: Johannes Harneit
Text: Lis Arends
in deutscher Sprache

Musikalische Leitung: Stefan Schreiber, Regie: Barbara Tacchini, Ausstattung: Vesna Hiltmann, Choreografie: Ricardo Camillo, Chor: Viktoriia Vitrenko, Dramaturgie: Jenke Nordalm

Alice: Victoria Kunze, Julia Spaeth, Königin / Taube: Alice Chinaglia, Hutmacher: Adam Kim, Weißes Kaninchen: Philipp Nicklaus, Hans Kittelmann, König / Köchin: Karl-Friedrich Dürr, Herzogin / Raupe: Taxiarchoula Kanati, Baby / Greif / Kröt: Pascal Zurek, Maus: Maja Majcen Nadu, Grinsekatze: Carelys Carreras, Mit: Projektchor und Projektorchester der Jungen Oper

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