Werkraum Europäische Oper

Deutschlandweit, europaweit, weltweit leben wir in einer Phase, die geprägt ist von – latent oder offen – intoleranten, feindseligen und aggressiven Bemühungen, das „Eigene“ vom „Fremden“ abzugrenzen und abzuschotten. „Identitäre“ Diskurse melden sich mittlerweile auch in kulturpolitischen Zusammenhängen zu Wort. Die selbsternannten Verteidiger unserer Kultur sind freilich dabei, all das aufs Spiel zu setzen, zu erodieren oder bewusst zu torpedieren, was an unserer deutschen und unserer europäischen Kultur schützenswert ist. Manches von dem, was in unserm Land noch unvorstellbar scheint – eine autoritäre Gängelung und Einvernahme der künstlerischen Arbeit – stellt in anderen europäischen Ländern bereits eine reale Drohkulisse dar. Einige unserer Gäste werden davon zu berichten wissen.
In Erinnerung rufen soll unser WERKRAUM EUROPÄISCHE OPER, dass Kunst und Musiktheaterarbeit darin besteht, immer wieder einen fremden Blick auf das vermeintlich „Eigene“ und Vertraute zu wagen und zu leisten. Und umgekehrt: im vermeintlich „Fremden“ oder Fremdgewordenen sich selbst als gemeint zu erkennen.

Sergio Morabito


 

WERKRAUM EUROPÄISCHE OPER VOM 28. APRIL – 8. Mai

 

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Programmübersicht „Werkraum Europäische Oper“

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