Bonjour Boesmans//8

Konzertdramaturg Rafael Rennicke sprach mit Philippe Boesmans über die Geheimnisse der Musik, große Gefühle, die Fenster in die Vergangenheit und sein Herz für die Hörer.

8//Philippe Boesmans über sein Komponieren für die menschliche Stimme

Es geht mir in meiner Musik immer um den Ausdruck von Gefühlen, um die Sorgen und die Nöte, um die Ängste und die Freuden von uns Menschen. Darum habe ich die meiste Zeit meines Lebens für die menschliche Stimme geschrieben. Ich lasse mich dabei von den Worten leiten, von den Bildern der Sprache, von den Farben der Poesie. Sie geben mir die Idee, wie ich für die menschliche Stimme zu schreiben habe. Manchmal sind die Texte, auf die ich mich beziehe, ganz schlicht oder eher banal – wie etwa die Gedichte der Königin in meiner Oper Yvonne: Doch selbst da sind es die Worte, die mich beim Komponieren leiten und dann eben eine Musik zur Folge haben, die auch eher schlicht oder banal klingt, in diesem Falle ein bisschen nach französischem bel canto in der Art von Gounod. Nur ganz selten in meiner Musik ist die Singstimme instrumental geführt. In einigen Stellen in Seasons‘ Dream klingt sie fast so, als spielte da eine Flöte.

Neben Boesmans Oper Reigen wird im morgigen Liedkonzert Musik des belgischen Komponisten erklingen. In einem Vortrag spricht Boesmans-Expertin Cécile Auzolle (Universität Poitiers) am Samstag, 30. April über sein Schaffen.


4. LIEDKONZERT

am Donnerstag, 28. April 2016, Foyer I. Rang
PHILIPPE BOESMANS
SEASON’S DREAM FÜR SOPRAN UND KLAVIER
ARIE DER KÖNIGIN AUS YVONNE
SEXTUOR Á CLAVIER
CLAUDE DEBUSSY
„OH! CETTE PIERRE EST LOURDE“
YNIOLD-ARIE AUS PELLÉAS ET MÉLISANDE

TROI POÈMES DE STÉPHANE MALLARMÉ

HECTOR BERLIOZ
VILANELLE
„LA BELLE VOYAGEUSE“
„LE TREBUCHET“ FÜR ZWEI MÄNNERSTIMMEN

TOSHIO HOSOKAWA
DREI JAPANISCHE VOLKSLIEDER


Reigen

von Philippe Boesmans
in deutscher Sprache mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Regie: Nicola Hümpel, Bühne: Oliver Proske, Kostüme: Teresa Vergho, Licht: Jörg Bittner, Live-Video: Judith Konnerth, Dramaturgie: Ann-Christine Mecke

Die Dirne: Lauryna Bendziunaite, Der Soldat: Daniel Kluge, Das Stubenmädchen: Stine Marie Fischer, Der junge Herr: Sebastian Kohlhepp, Die junge Frau: Rebecca von Lipinski, Der Gatte: Shigeo Ishino, Das süße Mädel: Kora Pavelic, Der Dichter: Matthias Klink, Die Sängerin: Melanie Diener, Cornelia Ptassek, Der Graf: André Morsch, Paar im Video: Julla von Landsberg (Nico and the Navigators), Michael Shapira (Nico and the Navigators)


Foto: A.T.Schaefer

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