Bonjour Boesmans//5

Konzertdramaturg Rafael Rennicke sprach mit Philippe Boesmans über die Geheimnisse der Musik, große Gefühle, die Fenster in die Vergangenheit und sein Herz für die Hörer.

5//Philippe Boesmans über Kammermusik
In der Regel schreibe ich nach der Fertigstellung einer Oper ein Kammermusikstück, um mich ein wenig zu erholen. Kammermusik ist für mich letztlich nichts anderes als Musiktheater – es ist Oper ohne Worte. Ich habe immer das Bedürfnis, in meiner Musik etwas darzustellen und zu erzählen. Meine Musik redet dann und spricht und gestikuliert wie in der Oper. Ihr Charakter soll ein dramatischer sein, ohne freilich präzis zu sein. Es gibt in ihr keine Geschichten. Es ist eher so, wie wenn man ein Märchen erinnert: Es gibt Atmosphären, es gibt Farben. Und so kann man in der Kammermusik sehr wohl auch etwas sehen, auch wenn man nichts direkt vor Augen hat. Es sind Phantasmen, Traumerscheinungen, die man hört und mit dem inneren Auge sieht.


5. KAMMERKONZERT

20. April 2016, 19.30 Uhr im Mozartsaal der Liederhalle

BOESMANS UND SEINE VORLÄUFER

HEINRICH ISAAC 
TERRIBILIS EST LOCUS ISTE (AUS: „CHORALIS CONSTANTINUS“), BEARBEITUNG FÜR STREICHQUARTETT (UM 1508)EUGÈNE YSAŸE 
RÊVE D’ENFANT FÜR VIOLINE UND KLAVIER (1901)

GUILLAUME LEKEU
„MOLTO ADAGIO“ FÜR STREICHQUARTETT (1887)

CLAUDE DEBUSSY
SONATE FÜR CELLO UND KLAVIER (1915)

PHILIPPE BOESMANS
SEXTUOR À CLAVIER FÜR STREICHQUINTETT UND KLAVIER (2006)
MUSIKALISCHE LEITUNG: KRISTINA ŠIBENIK

PAUSE

CÉSAR FRANCK
SONATE FÜR VIOLINE UND KLAVIER (1886)

 

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