Der Eindringling im E-Studio II

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Die Teilnehmer des Kompositionsworkshops waren unterwegs. An verschiedenen Orten in Stuttgart haben sie Geräusche aufgenommen, die direkt oder assoziativ zu den Musiktheaterszenen passen, die sie am 16. März im Opernhaus präsentieren werden. Das Anhören der Geräusche, isoliert über Kopfhörer, sorgt für so manche Überraschung und es wird bald nicht mehr in Frage gestellt, dass mit den alltäglichen Geräuschen einer Bahnhofshalle, dem Ticken einer Uhr, einem schlagenden Herzen oder einem Briefkastenklappern komponiert werden kann.

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Eine Einführung in die technischen Möglichkeiten der Soundmanipulation erschließt den Teilnehmern ein weites Feld von Möglichkeiten – Klänge können in andere Räume versetzt, gefaltet, mit Echo versehen oder in unterschiedlichen Tempi oder Tonhöhen abgespielt werden. Das alles mit mehreren Klängen gleichzeitig, übereinander, ineinander geblendet oder nacheinander.  Um den Überblick nicht zu verlieren haben sich die Teilnehmer schon vorher einen Plan gemacht, der den Ablauf ihrer elektronischen Komposition skizziert.

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Für die kompositorische Arbeit am Computer braucht man neben einem guten Ohr, viel Kreativität und einem klaren Ziel vor allem eines: Geduld. Und wenn wie bei Flora, William und Levan nach mehrstündiger Arbeit der Computer abstürzt und sich nur noch Reste der Komposition wieder herstellen lassen, dann braucht es auch viel Begeisterung, um sich von neuem in die Arbeit zu stürzen.

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Spätestens am 2. März müssen die Kompositionen fertig sein, denn schon zur Uraufführung von „wunderzaichen“ können sich die Vorstellungsbesucher an Hörsäulen im Foyer 1. Rang der Oper mit den Kompositionen der Schüler auf Mark Andres Werk einstimmen.

Kostenlose Einlasskarten für die Präsentation von Der Eindringling am 16. März 2014 um 17 Uhr im Foyer des Opernhauses gibt es an der Theaterkasse.

Ein Projekt des   Unbenannt-2   gefördert durch die BWStiftung

DER EINDRINGLING – DENKRAUM IV WUNDERZAICHEN

Präsentation des Kompositionsworkshops zu Mark Andres „wunderzaichen“ von und mit SchülerInnen des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums Stuttgart.

Eine transplantierte Hand mit einem eigenem Willen, ein verlassener Mann, der allmählich zu seiner Ex-Freundin wird, ein Sportler, dem fremdes Blut durch die Adern strömt und eine verzweifelte Frau, die die Stimmen in ihrem Kopf nicht loswird: Auf der Basis einer intensiven Beschäftigung mit Mark Andres Kompositionsmethoden und unter der Leitung von Komponistin Marina Khorkova entwickeln Jugendliche als Komponisten von elektroakustischer und akustischer Musik, als Musiker und als Darsteller vier eigene Musiktheaterszenen, in denen ein Eindringling ins eigene Ich zum Thema wird.

Von und mit: Leonard Avelini, Nicolas Beck , Leopold Bier, Israel Ereme, Vera Fiedler, Rosa Freudenreich, Flora Hähnel, Hanna Hauber, Anton Keller, Aniko Kovacs, Jeremy Nguyen, Violetta Quapp, Maximilian Schäfer, William Stamenkovic, Levan Stülpnagel, Alica Waidosch

Präsentation am SONNTAG 16. MÄRZ 2014

17 – 17.45 UHR | OPERNHAUS, FOYER, I. RANG

EINTRITT FREI  – KOSTENLOSE EINLASSKARTEN AN DER THEATERKASSE